Gretsch G6120 Custom Shop Chet Atkins Artikel-Nr: 200221 Motor City Blue

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Gretsch G6120 Custom Shop Chat Atkins - Motor City Blue

  • Custom Shop Chat Atkins 1959 Style
  • gewölbte laminierte Ahorn Decke
  • laminierte Ahorn Boden und Zargen
  • Trestle Bracing
  • quartesawn Ahorn Hals
  • Ebenholzgriffbrett
  • 625 mm Mensur
  • 305 mm Griffbrettradius
  • 22 Medium Jumbo Bünde
  • 42,86 mm Sattelbreite
  • Knochensattel
  • Silver Signpost Pickguard
  • Adjusto Matic pinned Steg
  • Bigsby B6 Tremolo
  • chrom Hardware
  • 2x TV Jones Classic Tonabnehmer
  • inkl. Harschalen Koffer
  • made in USA

Gretsch ist ein Unternehmen, das akustische und elektrische Gitarren sowie Schlagzeuge herstellt. Es wurde 1883 vom Emigranten Friedrich Gretsch aus Mannheim in Brooklyn gegründet und war seitdem mit Ausnahme der Jahre 1967 bis 1985, als Teil der Baldwin Piano Company, in Händen der Familie - über insgesamt fünf Generationen. Seit 2002 kontrolliert Fender die Produktion und den Vertrieb der Gitarren und die Kaman Music Corporation übernahm die Sparte Schlagzeuge. Die Familie Gretsch ist allerdings noch im Besitz von „Gretsch Guitars“.

Im Jahr 1873 immigrierte der 17-jährige Friedrich Gretsch aus Mannheim nach Brooklyn. Er kam zunächst bei seinem Bruder Wilhelm unter, der schon einige Jahre zuvor in die USA ausgewandert war. 1883 gründete Friedrich Gretsch eine kleine Werkstatt für die Fertigung von Banjos, Tamburinen und Trommeln. Andere Firmen interessierten sich schnell für Gretschs Instrumente, wodurch das Geschäft sehr gut lief.

1895 starb Friedrich Gretsch unerwartet im Alter von 39 Jahren während eines Aufenthalts in Hamburg. Sein erst 15-jähriger Sohn Fred übernahm daraufhin die Firma. Unterstützt wurde er von seiner Mutter und zwei seiner jüngeren Brüder: Walter und Louis Gretsch. Ab 1900 wurden in dem Familienunternehmen auch Mandolinen gebaut. Gleichzeitig trafen die ersten Bestellungen aus Europa ein, weshalb die „Fred Gretsch Mfg. Co.“ schließlich in ein zehnstöckiges Gebäude im Brooklyner Stadtteil Williamsburg umzog („The House Of Gretsch“, Broadway Nummer 60). Die Firma war bereits zu einem der bekanntesten Hersteller von Musikinstrumenten der USA geworden.

Mit den um 1930 aufkommenden Big Bands wurde das Banjo allmählich von den Gitarren ersetzt. Die Firma beschloss, nun auch Gitarren zu bauen. Gretsch verpflichtete neben dem Saxophonisten Charles „Duke“ Kramer den Gitarristen Jimmie Webster, welcher als erster Gitarrist das Tapping angewandt haben soll. Schließlich wurde 1939 die erste E-Gitarre von Gretsch veröffentlicht, die „Electromatic Line“. Da dieses Model floppte, veröffentlichte man im selben Jahr die „Synchromatic Line“. Dieses Modell war wesentlich erfolgreicher.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Instrumentenbau eingestellt und Gretsch wurde wie viele andere Unternehmen gezwungen, in die Rüstungsindustrie einzusteigen. 1942 übergab Fred Gretsch die Firma an seine Söhne Fred Gretsch jr. und William Gretsch. Fred jr. wurde aber von der US Army eingezogen. Somit leitete William Gretsch das Unternehmen bis zu seinem Krebstod 1948. Damit war Fred Gretsch jr. alleiniger Besitzer der Firma. Das innovativste Instrument von Gretsch aus dieser Zeit war aber keine Gitarre, sondern ein Schlagzeug: Das „Gretsch Broadcaster Drum Set“. Der Name war der Grund, weshalb die Firma Fender ihr erstes Solidbody-Gitarrenmodell, die „Fender Broadcaster“ in Telecaster umbenennen musste.

Im Jahr 2003 schlossen Gretsch und Fender eine Vereinbarung, mit der Fender die überwiegende Kontrolle über die Herstellung und den Vertrieb von Gitarren übertragen wurde und sie damit auch im bislang von Gibson dominierten Markt für Hohlkorpus-Gitarren Fuß fassen konnten. Zuletzt erschienen in rascher Folge neue und Verbesserungen alter Modelle.

Die Gretsch-Familie betätigt sich weiterhin im mittlerweile dem von der Kaman Music Corporation übernommenen Bereich für Schlagzeuge, deren Qualität nach wie vor als solide angesehen wird. 2008 feierte Gretsch 125-jähriges Firmenjubiläum.